Jetzt geht’s wieder los, jede Wette. Fünfzwo in Düsseldorf, Hertha darf wieder träumen. Nee, Freunde, Pustekuchen. Die Nummer ist durch. Dafür ist die ganze Liga einfach zu ausgeglichen und unsere Alte nicht konstant genug. Aber von mir aus, träumt weiter.
Sieg genießen ist natürlich trotzdem erlaubt. Aber nicht zu dolle feiern, Kollegen. In zwei Wochen droht bei Düdüdüdüdü, nananana, ohoooo usw bereits der nächste Dämpfer. Warum icke so pessimistisch bin? Binnick gar nicht, lediglich vom Leben zu oft eines Besseren belehrt worden. Insgeheim träume ich selbstverständlich ebenfalls, wild und durchgeknallt wie ein Opiumesser. Habe vorhin gleich mal den Tabellenrechner des Kicker konsultiert. Ergebnis: Hertha am Ende auf Platz zwei, hinter Darmstadt, vor Snull4. Habick voll abgefeiert. Hashtag Korkenknall.

Also nochmal zum Spiel, weil es noch so frisch im Gedächtnis haftet. Der Beginn erinnerte fatal an das Paderborn-Debakel. Dass wir uns diesmal gefangen haben, mag auch daran gelegen haben, dass die DüDoofer ihre durchaus vorhandenen Chancen vergeigt haben. Fast wie im Hinspiel. Damals, Ende Oktober 2025, meinte Trainer Anfang (dessen Stimme mich übrigens fatal an Klaus Kinski erinnert) bei der anschließenden PK, dass man zur Halbzeit locker auch mit zwei, drei Toren hätte führen können, wenn nicht gar müssen. Hab mir das Video mit der Zusammenfassung gerade nochmal reingezogen und muss dem Herrn Übungsleiter total recht geben. Dass wir die Kiste damals dank Krattenmachers Kracher in allerletzter Minute noch auf unsere Seite ziehen konnten, hat das Stadion regelrecht explodieren lassen und war eine Art Initialzündung für den folgenden November, in dem Hertha sämtliche Spiele für sich entscheiden konnte.
Was solch ein Psychomoment alles auslösen kann. Das komplette Anti-Programm folgte dann am letzten Vorrundenspieltag, als Bielefeld mit der letzten Aktion noch zum Ausgleich kam. Meine These: Dieser Tiefschlag hat uns noch eine ganze Weile beschäftigt und war mit ursächlich, wenn nicht gar der Hauptgrund für unseren schlappen Rückrundenauftakt.
Nun also wieder Dusseldörfchen, leicht geänderte Dramaturgie, aber wieder ein intensives, extatisches Erlebnis. Zeit zum durchschnaufen, es darf weiter fröhlich fantasiert werden, immerhin zwei Wochen lang. Na, von mir aus. Wünsche weiterhin fröhliches delirieren.

